PROGRAMMHIGHLIGHTS 2026

Bild aus dem Film Babystar
Babystar

Das deutsche Coming-of-Age-Drama Babystar ist eine gesellschaftskritische Satire über die Schattenseiten des Familien-Influencings.

Die 16-jährige Luca steht seit ihrer Geburt im Rampenlicht. Ihre medienaffinen Eltern vermarkten ihr gesamtes Privatleben als lukrativen Content für Millionen Follower. Luca funktioniert dabei als das perfekte, rein kommerzielle Aushängeschild des familiären Social-Media-Business.

Das inszenierte Hochglanzleben gerät ins Wanken, als die Eltern vor laufender Kamera verkünden, ein weiteres Kind zu erwarten. Für Luca bricht eine Welt zusammen: Sie fürchtet, durch einen neuen „Babystar“ ersetzt zu werden, und begreift schmerzhaft, dass die elterliche Zuneigung an ihre Online-Performance gekoppelt ist.

Gefangen in dieser digitalen Scheinwelt stürzt Luca in eine tiefe Identitätskrise. Sie beginnt gegen die kommerzielle Ausschlachtung zu rebellieren, um sich Selbstbestimmung abseits von Klicks und Kameras zu erkämpfen. Da sie jedoch nie ein Leben in echter Normalität kennengelernt hat, wird der Ausbruch zu einer extremen Herausforderung.

Termine

Zu Gast im Film: Nicole Rüthers, Co-Autorin von Babystar Sondertermin mit: Lisa Purtscher & Lotta Schmelzer, Produzentinnen von Babystar

Eine schwere Krankheit kann das Leben von Grund auf verändern, Pläne zerstören und ein soziales Gefüge in Frage stellen – die Filme zum Wissenschaftsjahr 2026 erzählen von solchen Herausforderungen. Sie erzählen von Hoffnung, von Wut und von Wegen, mit Krankheiten umzugehen. Sie erzählen auch von neuen Ansätzen in der Krankenversorgung und von der Vision, die Grenzen des Lebens mithilfe neuer Behandlungsmethoden zu verschieben.

Die Medizin der Zukunft setzt auf Fortschritte in der Forschung, auf gezieltere und individualisierte Behandlungen, auf künstliche Intelligenz und Prävention. Aber wird es der Medizin auch gelingen, trotz fehlender Fachkräfte den einzelnen Menschen mit seiner eigenen Biografie, eigenen Ängsten und einem eigenen Weg durch die Krankheit zu betrachten?

Wie wichtig eine erfolgreiche medizinische Forschung sein kann, hat nicht zuletzt die weltweite Corona-Pandemie gezeigt. Zugleich musste eben diese Forschung sich für ihre Arbeit und ihre Aussagen vor einer großen Öffentlichkeit rechtfertigen. Unsere Filmauswahl lässt die Zuschauer*innen von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II an existenziellen Erfahrungen Einzelner teilhaben und wirft zugleich einen Blick auf den Wandel des medizinischen Systems, auf neue Wege und Visionen für die Zukunft.

Im Zuge des Wissenschaftsjahrs 2026 zeigen wir:

Termine mit Gästen

Romys Salon Endlich Unendlich Blame

Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).

Das Filmprogramm zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung 

Frieden und Stärkung der Demokratie, Bekämpfung von Armut und Ungleichheit, Engagement gegen Diskriminierung, Maßnahmen zum Klima- und Artenschutz – all diese Themen hängen miteinander zusammen und sind zentral für eine nachhaltige Entwicklung hin zu einer lebenswerteren Welt.

Das Filmprogramm „17 Ziele – Kino für eine bessere Welt“ beschäftigt sich mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung, mit ihrem Ist-Zustand, hinterfragt kritisch, inspiriert und gibt Anregungen zur Auseinandersetzung. Die nachhaltigen Entwicklungsziele können nur gelingen, wenn alle mitmachen. Jede*r Einzelne von uns kann etwas tun: Sei es sich im Verein, in der Schule oder Stadt für mehr Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung und Mitbestimmung zu engagieren. Taten sind jetzt gefragt!

Zu den Filmen des Programms gehören:

Termine mit Gästen

Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde GHOST SCHOOL

„17 Ziele – Kino für eine bessere Welt“ ist ein Angebot der Vision Kino gGmbH gefördert durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Filmische Perspektiven auf die USA – mit der Bundeszentrale für politische Bildung

Am 4. Juli 2026 jährte sich der 250. Jahrestag der Verabschiedung der Unabhängigkeitserklärung der USA. Ausgehend vom dort proklamierten Freiheits- und Gleichheitsversprechen blickt unser diesjähriges Sonderprogramm auf das US-amerikanische Kino und seinen Umgang mit der eigenen Demokratiegeschichte. Seit seinen Anfängen beschäftigt es sich mit den Versprechen der US-amerikanischen Gründungsdokumente und macht auf die Diskrepanz zwischen demokratischen Idealen und gesellschaftlicher Wirklichkeit aufmerksam.

The Change (2025) blickt in eine dystopische Zukunft: Der Film imaginiert eine populistische Massenbewegung, die das politische System der USA aushebelt und verweist damit auf die realen Spaltungen im Land.

The Change

Die Filmauswahl bietet übergreifende Anknüpfungsmöglichkeiten für den Unterricht ab Klasse 10 in den Fächern Englisch, Politik, Sozialkunde, Ethik und Medienkunde, sowie im Bereich Demokratiebildung.

Ein Filmprogramm der Bundeszentrale für politische Bildung und VISION KINO.

Bild aus dem Film Der letzte Walsänger
Der letzte Walsänger

In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart (ITFS) freuen wir uns, im Rahmen der SchulKinoWochen besondere Filme für ein junges Publikum zu zeigen. Diese Kooperation bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die kreative Welt der Animation zu entdecken und sich über die Filme auszutauschen.

In Kooperation mit dem Festival zeigen wir:

Termine mit Gästen

Der letzte Walsänger Die Schatzsuche im Blaumeisental

Filmbildung zur Geschichte und Gegenwart von Sintizze und Sinti sowie Romnja und Roma

Wir brauchen neve paramisija – neue Erzählungen!

Der nationalsozialistische Völkermord an den Sintizze und Sinti sowie den Romnja und Roma ist kaum in der gesellschaftlichen Erinnerung und Verantwortung verankert. Seine Erinnerung und Aufarbeitung mussten damals von der Bürgerrechtsbewegung selbst erkämpft werden. Bis heute werden Sintizze und Sinti sowie Romnja und Roma im Film wie auch in unserer Gesellschaft systematisch „vergessen“ oder mit rassistischen Stereotypen dargestellt. Wie auch bei anderen Diskriminierungsformen ist ein Anstieg antiziganistischer Vorfälle zu beobachten.

Das Projekt rückt Filme mit den Perspektiven von Sintizze und Sinti sowie Romnja und Roma in den Mittelpunkt. Damit vermitteln wir Wissen über den NS-Völkermord an den Sintizze und Sinti sowie den Romnja und Roma und über Antiziganismus in der Gegenwart, stärken demokratische Werte für Vielfalt und Diskriminierungskritik und regen die Auseinandersetzung mit Film als Kunstform an.

Im Zuge des Projekts zeigen wir: Zirkuskind

Das Projekt ist eine Kooperation des Critical Film & Image Hubs an der Forschungsstelle Antiziganismus (Universität Heidelberg) mit Romanity e.V. und Vision Kino – Netzwerk für Film und Medienkompetenz. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) gefördert und im Rahmen des Förderprogramms Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) umgesetzt.

Logoleiste Bildungsagenda

Anlässlich der SchulKinoWoche im November 2026 beteiligt sich das Kommunale Kino Pforzheim an einer besonderen Aktion: Kinder und Jugendliche können selbst mitbestimmen, welche Filme Teil des Programms der SchulKinoWoche werden.

Jugend macht Kino ist ein Modellprojekt von Vision Kino im Rahmen der SchulKinoWochen 2026. Ziel ist es, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, Kino aktiv mitzugestalten und es als Kultur- und Begegnungsort neu zu erleben.

Gemeinsam mit dem Kulturpädagogen Bart Dewijze werden bei verschiedenen Terminen Trailer angeschaut, besprochen, ausgewählt und analysiert. Am Samstag, 17. Oktober, werden die ausgewählten Filme im Kommunalen Kino gemeinsam angeschaut. Anschließend wird daraus die finale Filmauswahl getroffen, die dann im Programm der SchulKinoWoche präsentiert wird.

Jeder ist eingeladen, mitzumachen und mitzubestimmen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zielgruppe: Alle, die Filme lieben (ab 10 Jahren)

Termine:

Vorauswahl:
Filmbesichtigung und finale Auswahl:

Sonderprogramm des Kommunalen Kinos in Freiburg während der SchulKinoWochen

Das Kommunale Kino Freiburg lädt zu „Holofiction“ ein, einem eindrucksvollen Dokumentarfilm über die filmische Darstellung des Holocaust, mit anschließendem Gespräch mit Regisseur Michal Kosakowski.

Fensterscheiben werden eingeschlagen, Wagentüren fallen ins Schloss, Lederstiefel glänzen, Rauch steigt aus den Schornsteinen. Die Bilder kehren immer wieder – und sind doch jedes Mal ein wenig anders: Parallelitäten, Wiederholungen, Perspektivwechsel. Aus über 3.000 filmischen Beispielen rekonstruiert Michal Kosakowski, wie der Holocaust in den vergangenen Jahrzehnten filmisch dargestellt, inszeniert und visuell geprägt wurde. Seine akribische Archivrecherche verdichtet sich im atemlosen Schnitt zu einer Anatomie des Genozids, erzählt in wiederkehrenden Motiven, Themen und Bildern.

In seinem essayistischen Experimental-Dokumentarfilm untersucht Michal Kosakowski die Darstellung des Holocaust und geht dabei der Frage nach, wie unsere visuelle Erinnerung an historische Ereignisse entsteht, geprägt wird und sich durch ihre fortwährende Wiederholung immer wieder neu reproduziert.

D 2025 | Regie: Michal Kosakowski | 102 Min. |

Fr 20.11., 11:00 Uhr, anschließendes Filmgespräch mit dem Regisseur Michal Kosakowski

Die Anmeldung läuft direkt über das Kommunale Kino.

In Kooperation mit dem Dokumentationszentrum Nationalsozialismus der Stadt Freiburg, dem Haus der Geschichte und dem Haus des Dokumentarfilms Stuttgart

Für Schulen, die nicht die Möglichkeit haben, während der SchulKinoWochen zum nächsten Kino zu reisen, bieten wir im Herbst die Möglichkeit, die Filme bei Ihnen vor Ort zu sehen.

In Zusammenarbeit mit dem Kinomobil Baden-Württemberg e. V. können wir eine Auswahl unserer Filme in Kino-losen Orten direkt in Ihrer Schulaula, Turnhalle, Stadthalle oder in jedem anderen verdunkelbaren Saal zeigen.

Informationen dazu finden Sie auf der Kinomobil-Website. Buchbar ist das Angebot über auskunft@kinomobil-bw.de.