ANGEBOTE FÜR LEHRKRÄFTE
online-Fortbildungen
Medienintegrativer Deutschunterricht – Literatur, Film und weitere Medien
Donnerstag, 05.11.2026, 15:00 – 18:00 Uhr
Ort: online
Zielgruppe: Lehrkräfte an Grundschulen und weiterführenden Schulen
Referent: Daniel Stümpfig
Wie verändert sich eine Geschichte, wenn sie vom Buch auf die Leinwand kommt? Und welche Chancen bietet der Vergleich verschiedener Medien für einen zeitgemäßen Deutschunterricht?
Die Fortbildung widmet sich literarischen Texten und ihren filmischen Adaptionen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Frage, ob ein Film seine Vorlage „originalgetreu“ wiedergibt. Vielmehr werden Literatur und Film als eigenständige Medien mit jeweils spezifischen sprachlichen, visuellen und auditiven Ausdrucksmöglichkeiten betrachtet.
Darüber hinaus nimmt die Fortbildung weitere mediale Adaptionen und Erscheinungsformen literarischer Stoffe in den Blick. Geschichten begegnen Schülerinnen und Schülern heute häufig nicht nur als Buch oder Film, sondern auch als Hörspiel, Bilderbuch, TV-Serie oder in anderen medialen Formen.
Anhand ausgewählter Filme aus dem Programm der SchulKinoWoche Baden-Württemberg 2026 und ihrer literarischen Vorlagen wird gezeigt,
- mit welchen Mitteln Literatur und Film Geschichten erzählen,
- welche Strategien bei der Adaption literarischer Stoffe für den Film zum Einsatz kommen,
- wie weitere Medien literarische Stoffe aufgreifen und eigenständig gestalten,
- welche analytischen Zugänge und konkreten Methoden sich daraus für den Unterricht ergeben.
Eine praktische Arbeitsphase lädt die Teilnehmenden dazu ein, anhand eines Textausschnitts eigene Ideen für eine filmische Umsetzung zu entwickeln und daraus Möglichkeiten für den Medienvergleich im Unterricht abzuleiten.
Die ausgewählten Filmbeispiele richten sich schwerpunktmäßig an jüngere Schülerinnen und Schüler, insbesondere an die Grundschule sowie die Klassenstufen 5 und 6. Die Fortbildung selbst richtet sich jedoch ausdrücklich an Lehrkräfte aller Schularten und Klassenstufen. Die vorgestellten fachlichen Grundlagen, Analyseverfahren und methodischen Zugänge lassen sich auf unterschiedliche Altersgruppen, anspruchsvollere Werke und den Unterricht in höheren Klassenstufen übertragen.
Die Fortbildung verbindet Grundlagen der Filmbildung mit konkreten Impulsen für einen medienintegrativen Deutschunterricht, der Literatur, Film und weitere Medien miteinander in Beziehung setzt.
Filme sehen lernen – Filmbildung in der Grundschule
Montag, 09.11.2026, 15:00 – 18:00 Uhr
Ort: online
Referentin: Dr. Verena Schmöller
Zielgruppe: Lehrkräfte der Grundschulen und der Jahrgangsstufen 5 und 6
Kinder lieben Filme! Auch die kleinsten Zuschauerinnen und Zuschauer lassen sich schnell vom Feuerwerk der Bilder, von der Musik und den bewegten Geschichten begeistern. Gerade für das junge Publikum aber ist es wichtig, dass sie einen Film nicht nur anschauen, sondern im Nachgang darüber sprechen können. Eltern und Lehrkräfte sollten mit ihnen das Gesehene gemeinsam reflektieren und ihnen erklären können, wie filmische Geschichten funktionieren.
Egal, ob in der Schule oder zu Hause: Es ist immer wichtig, das Filmschauen pädagogisch zu begleiten. Dazu gehört Filme nachzubesprechen, Fragen zur erzählten Geschichte zu stellen, aber auch zu Machart, Erzählweise und filmsprachlichen Mitteln.
Die Teilnehmenden der Online-Fortbildung:
- lernen, wie sie zusammen mit den Kindern auf verständliche Weise Aspekte wie Einstellungen, Schnittweisen, Kameraarbeit, Tonebene oder Genre (z.B. Trickfilm) erarbeiten
- erhalten Impulse und Ideen, wie sie durch Filmarbeit Lernziele wie Sprech- und Schreibkompetenz, Erörtern und Argumentieren, Reflektieren und Referieren, interkulturelles Lernen und Weltwissen erreichen können
- eignen sich Methoden an, um Filmbildung einfach in den Unterricht einbauen zu können
- erarbeiten sprachliche, landeskundliche und filmanalytische Zugänge für den Unterricht
- erhalten Praxistipps und Anleitungen, um unkompliziert einen Kinobesuch mit der Klasse organisieren zu können
Die Filmarbeit erfolgt anhand von Beispielszenen aus verschiedenen Kinderfilmen und einem Langfilm, der in der Woche der Fortbildung in einer öffentlich-rechtlichen Mediathek oder via Streaming zur Verfügung stehen wird. Bitte beachten Sie hierzu die E-Mails im Vorfeld der Fortbildung. Die Kenntnis der Filme wird nicht vorausgesetzt, ist aber hilfreich für die Teilnehmer/-innen.
Über den Beispielfilm hinaus bietet die Online-Fortbildung Vertiefungsmöglichkeiten im Zusammenspiel mit den Filmen […Filmliste..]
Influencer, Ideale & Inszenierung – wie Social Media Kinder und Jugendliche prägt
Dienstag, 10.11.2026, 15:00 – 18:00 Uhr
Ort: online
Referentin: Nora Bünger
Zielgruppe: Lehrkräfte der weiterführenden Schulen und pädagogische Fachkräfte
Jugendliche werden in ihrer Identitätsfindung durch Influencer geprägt. Die Internetstars nutzen Plattformen, wie Instagram, YouTube, TikTok – Orte, an denen auch Jugendliche Inhalte konsumieren und selbst veröffentlichen. Soziale Medien vermitteln jungen Menschen das Gefühl, am Privatleben von Influencern teilzuhaben. Dadurch entstehen Nähe und Vertrauen. Gleichzeitig ist oft nicht klar erkennbar, ob Inhalte persönliche Empfehlungen oder Werbung sind. Viele Influencer präsentieren zudem ein idealisiertes Bild von ihrem Leben und ihrem Aussehen. Dies kann beeinflussen, wie junge Menschen sich selbst wahrnehmen und darstellen.
Der Film Babystar geht einen Schritt weiter: Er bespricht das Leben von Kindern, die in eine Influencer-Familie hineingeboren werden.
Die Teilnehmenden der Online-Fortbildung:
- erfahren, in welcher Art Influencer das Heranwachsen Jugendlicher positiv, wie negativ beeinflussen.
- lernen verschiedene Influencer-Typen, aktuelle Stars sowie gängige Videocontent-Kategorien kennen.
- setzen sich mit Schönheitsidealen auseinander sowie dem Einfluss von Algorithmen, Filterblasen und KI auf diese.
- erhalten Informationen zum Themenfeld Kidfluencer und Sharenting.
- lernen Materialien und Methoden kennen, um das Themenfeld und den Film im Unterricht zu behandeln.
- erhalten Tipps zur Film- und Videoanalyse und wenden diese praktisch an.
- setzen sich mit filmischen Gestaltungsmitteln auseinander und reflektieren ihre Wirkung.
Medienmacht entschlüsseln – Wie Bilder unsere Wahrnehmung beeinflussen
Donnerstag, 12.11.2026, 15:00 – 18:00 Uhr
Ort: online
Referent: Lukas Flad
Zielgruppe: Lehrkräfte der weiterführenden Schulen und pädagogische Fachkräfte
Wie gehen wir mit Bildern um? Wie beeinflussen Bilder unsere Wahrnehmung? Und wie verschieben sich persönliche Grenzen durch den Konsum von Social-Media-Inhalten? Die Fortbildung vermittelt Lehrkräften Strategien, um mit Schülerinnen und Schülern kritisch über die Macht und Wirkung von Bildern und Videos zu sprechen.
Die Teilnehmenden der Online-Fortbildung:
- diskutieren über ethische Fragen im Umgang mit Bildern
- erhalten konkrete Ideen für die Thematisierung des komplexen Themengebiets im Unterricht
- lernen medienpädagogische Projekte kennen, die mit der eigenen Klasse umgesetzt werden können
- beleuchten gemeinsam den Einfluss von Bildern auf unsere Wahrnehmung und die Manipulation durch mediale Inhalte, um Kindern und Jugendlichen wichtige mediale Kompetenzen vermitteln zu können
Die Online-Fortbildung bietet Vertiefungsmöglichkeiten im Zusammenspiel mit dem Film BLAME
Extreme Wege: Radikalisierung junger Menschen im Film
Dienstag, 15.09.2026, 14:00 – 18:00 Uhr
Ort: online
Zielgruppe: Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte
Referentinnen und Referenten: Leoni Heyn & Manuel Föhl
Unsicherheiten, Ängste und Krisen prägen das Leben vieler Kinder und Jugendlicher. Filme greifen solche Erfahrungen auf und eröffnen damit Gesprächsräume über schwierige Themen wie Orientierung, Zugehörigkeit, politische Weltbilder und Radikalisierung – ohne dass Schülerinnen und Schüler unmittelbar über eigene Erfahrungen sprechen müssen.
Die Fortbildung zeigt, wie Filme für die pädagogische Auseinandersetzung mit Radikalisierungsprozessen und antidemokratischen Haltungen genutzt werden können. Leoni Heyn, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin im Bereich Terrorismus- und Radikalisierungsforschung an der Universität Kiel, ordnet zentrale Begriffe und Konzepte ein. Gemeinsam mit Filmvermittler Manuel Föhl werden diese Perspektiven auf konkrete Filmbeispiele und Methoden der Filmvermittlung bezogen.
Die Teilnehmenden der Online-Fortbildung:
- erhalten eine Einführung in zentrale Konzepte von Radikalisierung und antidemokratischen Weltbildern
- analysieren, wie Filme Krisenerfahrungen, politische Haltungen und Radikalisierungsprozesse darstellen
- lernen ausgewählte Filme für die schulische Arbeit kennen
- erhalten filmdidaktische Impulse für den Umgang mit komplexen und sensiblen Themen
- tauschen sich über methodische Zugänge und Einsatzmöglichkeiten im Unterricht aus
Die Fortbildung arbeitet unter anderem mit dem Film „Mit der Faust in die Welt schlagen“.
Aufwachsen in der digitalen Welt – Im Gespräch mit Babystar-Regisseur Joscha Bongard
Donnerstag, 01.10.2026, 16:00 – 17:30 Uhr
Ort: online
Referent: Regisseur Joscha Bongard
Zielgruppe: Lehrkräfte der weiterführenden Schulen und pädagogische Fachkräfte
In seinem Debütfilm „Babystar“ wirft Regisseur Joscha Bongard einen kritischen Blick auf die Welt der Social-Media-Influencerinnen und Influencer. Was bedeutet es für junge Menschen, wenn der eigene Alltag zum Konsumgut anderer wird und persönliche Erlebnisse nach Klickzahlen bewertet werden? Seine Protagonistin Luca ist in einer solchen inszenierten Welt aufgewachsen und wurde von ihren Eltern von Geburt an als perfekte Tochter vermarktet.
Die Teilnehmenden der Online-Fortbildung:
- erhalten Einblicke in den Entstehungsprozess von Babystar
- analysieren ausgewählte Szenen im Hinblick auf filmische Mittel, Selbstrepräsentation und digitale Inszenierung
- setzen sich mit dem Aufwachsen in sozialen Medien und den Folgen permanenter Öffentlichkeit auseinander
- reflektieren, wie der Film Gespräche über Medienkonsum, Privatsphäre und Identitätsfindung anregen kann
- kommen mit Regisseur Joscha Bongard über Reaktionen junger Zuschauer*innen ins Gespräch
Una juventud en México: Crecer y encontrarse a sí mismx – Einsatzmöglichkeiten des Dokumentarfilms NIÑXS für den Spanischunterricht
Donnerstag, 05.11.2026, 16:00 – 18:00 Uhr
Ort: online
Referentin: Antje Knapp
Zielgruppe: Lehrkräfte des Fachbereichs Spanisch
Zusatzinformationen: Die Fortbildung findet auf Spanisch statt
Karla wächst in der mexikanischen Kleinstadt Tepoztlán auf. Die Teenagerin ist trans* und steht im Mittelpunkt ihres eigenen Films: Über acht Jahre hinweg begleitet Regisseur Kani Lapuerta in „NIÑXS“ ihren Alltag, ihre Beziehungen zu Eltern und Freund*innen sowie ihr Aufwachsen in einer konservativen Gesellschaft. So entsteht ein persönlicher Einblick in eine jugendliche Lebenswelt zwischen Empowerment, Identitätsfindung und Glitzer.
Die Teilnehmenden der Online-Fortbildung:
- lernen den Dokumentarfilm NIÑXS als Unterrichtsgegenstand für den Spanischunterricht kennen
- setzen sich mit der partizipativen dokumentarischen Form des Films auseinander
- erhalten Impulse zur Arbeit mit Themen wie Identität, sexueller Vielfalt und trans* Lebensrealitäten in Mexiko
- erarbeiten sprachliche, landeskundliche und filmanalytische Zugänge für den Unterricht
- reflektieren, wie sensible gesellschaftliche Themen altersgerecht besprochen werden können
Materialien
Unterrichtsmaterial für Lehrkräfte
Zu allen Filmen bieten wir vielfältige Möglichkeiten zur Vor- und Nachbereitung im Unterricht. Dazu gehören Gesprächsimpulse, Arbeitsblätter und weitere Anregungen für die Filmarbeit.
Klicken Sie auf den gewünschten Film. Auf der jeweiligen Filmseite finden Sie alle verfügbaren Materialien.


















