Rico, Oskar und der Diebstahlstein


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Rico, Oskar und der Diebstahlstein
Regie: Neele Leana Vollmar
Buch: Martin Gypkens nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Andreas Steinhöfel
Länge: 94 min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Kinderfilm, Familienfilm, Literaturverfilmung
Klasse: 3. bis 7. Klasse
Fächer: Deutsch, Ethik, Sachkunde, Religion
Schlagwörter: Abenteuer, Freundschaft, Familie, Mut, Vertrauen, Kindheit/Kinder, Außenseiter, Literaturverfilmung, Kriminalität
Verleih: 20th Century Fox of Germany
Jahr: 2016

Kurzbeschreibung:
Für Rico könnte das Leben gerade nicht schöner sein: sein Freund Oskar wohnt jetzt im selben Haus, mit dem Bühl hat er endlich einen neuen Papa in Aussicht und er ist stolzer Besitzer von Pfitzkes Steinsammlung. Als Ricos Lieblingsstein gestohlen wird, machen sich Rico und Oskar auf eigenen Faust auf den Weg an die Ostsee, um die Diebe zu stellen.

Für Rico könnte das Leben nicht schöner sein: sein Freund Oskar wohnt jetzt im selben Haus, mit dem Hund Porsche hat er einen treuen Begleiter, der Bühl wird vielleicht sein neuer Papa, denn er und Ricos Mutter Tanja fliegen in den Knutsch-Urlaub und dann erbt er auch noch die Steinsammlung vom mürrischen Pfitzke, als dieser das Zeitliche segnet. Und damit geht das Detektiv-Abenteuer auch schon los, denn Ricos Lieblingsstück, der kostbare Kalbstein, angeblich ein Produkt aus Pfitzkes Steinzucht, wird gestohlen. Rico und Oskar haben auch schon einen Verdacht und folgen der diebischen Nichte Pfitzkes auf eigene Faust bis an die Ostsee. Dort müssen sie sich nicht nur einem Fiesling mit großem Hund stellen und Nachforschungen am FKK-Strand anstellen, sondern geraten zum ersten Mal auch ernsthaft in Streit miteinander. Mann, Mann, Mann!
Der dritte und letzte Teil der Kinderkrimi-Trilogie überzeugt erneut durch ein hervorragendes Darstellerensemble, allen voran Anton Petzold als Rico und Juri Winkler als Oskar. Kräftige bunte Farben unterstreichen die fröhliche Grundstimmung des Films, die durch spannende Momente bei der Verbrecherjagd und bedrückende während des Streits der beiden Freunde unterbrochen wird, so dass eine perfekte Mischung aus Humor, Spannung und Emotionalität entsteht. Wie in den Vorgängerfilmen werden schwierige Begriffe durch witzige Animationen im Stil der Buchillustrationen erklärt. Trotz vieler pointierter Gags wird der Film nie oberflächlich oder klamaukig. Neele Leana Vollmar gelingt es, ihren Protagonisten die Tiefe zu geben, die es braucht, um auch sehr emotionale Szenen, wie z.B. die ergreifende Versöhnungsszene von Oskar mit seinem Vater, glaubhaft und stimmig darzustellen.
Konflikte sind ein normaler Bestandteil des menschlichen Zusammenlebens und des Schulalltags. Unterschiedliche Standpunkte und Handlungswünsche prallen aufeinander, selbst in allerbesten Freundschaft, wie bei Rico und Oskar. Die Kinder können von eigenen Erfahrungen berichten und davon ausgehend überlegen, wie man seine Gefühle und Interessen zum Ausdruck bringen kann, ohne das Gegenüber zu verletzen. Was müssen Streitschlichter/Konfliktlotsen können, um eine Lösung ohne Verlierer zu finden? Konfliktreich und von Missverständnissen geprägt ist auch das Verhältnis von Oskar zu seinem Vater, so dass auch Beziehungen von Kindern zu Eltern oder anderen Erwachsenen in diesem Rahmen besprochen werden können. Im Deutschunterricht können sich die Schülerinnen und Schüler mit den Merkmalen einer Detektivgeschichte befassen und mit der Frage, welche Mittel (nonverbale Ausdrucksmittel wie Mimik, Kameraperspektive, Licht, Musik) in einem Film genutzt werden können, um Spannung zu erzeugen?