Kurzfilmrolle „Integration“


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Kurzfilmrolle „Integration“
Regie: div.
Buch: div.
Länge: 60 Min
FSK: keine FSK vorhanden
Genre: Animation, Dokumentation
Klasse: 5. bis 7. Klasse
Fächer: Deutsch, Religion/Ethik, Politik, Sozialkunde, Psychologie, Kunst
Schlagwörter: Integration, Migration, Fremde Kulturen, Zusammenhalt, Freundschaft, Solidarität, Anderssein, Kindheit, Familie, Identität, Heimat, Kommunikation
Verleih: KurzFilmVerleih Hamburg
Jahr: 2007-2016
Begleitmaterial

Kurzbeschreibung:
Aus der Sowjetunion nach Hamburg, aus dem Kongo in die Niederlande, aus Eritrea nach England oder von zuhause in den großen Märchenwald – die Protagonisten der sieben Kurzfilme haben eines gemeinsam: sie möchten dazugehören. Doch es ist nicht immer leicht, Anschluss zu finden, wenn man eine Sprache nicht beherrscht, wenn man die Gepflogenheiten im neuen Land noch nicht kennt oder wenn man schlicht und einfach ganz anders aussieht.

Aus der Sowjetunion nach Hamburg, aus dem Kongo in die Niederlande, aus Eritrea nach Deutschland oder von zuhause in den großen Märchenwald – die Protagonisten der sieben Kurzfilme haben eines gemeinsam: sie möchten dazugehören. Doch es ist nicht immer leicht, Anschluss zu finden, wenn man eine Sprache nicht beherrscht, wenn man die Gepflogenheiten im neuen Land noch nicht kennt oder wenn man schlicht und einfach ganz anders aussieht und deshalb auf Vorurteile stößt. Die Kurzfilmrolle nähert sich dem Thema „Integration“ auf unterschiedliche Arten und bietet einem jungen Publikum Anregungen und Diskussionsstoff.
Papa
Animation, Deutschland 2016, 1 Min – R: Magdalena Kreps
Der Vater der Filmemacherin schildert, wie es war, als er das erste Mal die Sowjetunion verlassen hat und nach Hamburg kam. Er kommentiert erste Eindrücke und vergleicht die verschiedenen Mentalitäten von „westlichen und sowjetischen Leuten“.
Alles neu
Dokumentarfilm, Niederlande 2014, 19 Min – R: Eefje Blankevoort
Der zehnjährige Kongolese Tanans kommt als Flüchtling in den Niederlanden an. Der Zuschauer begleitet ihn auf seiner Entdeckungsreise im neuen Heimatland.
Das grüne Schaf
Animation, Deutschland 2008, 4 Min – R: Carsten Strauch
Eine Patchworkfamilie. Der gemeinsame Sohn Marcel hat das Fell seiner Schaf-Mutter, aber die Farbe seines Frosch-Vaters geerbt.
Eine Giraffe im Regen
Zeichentrick, Belgien/Frankreich 2007, 12 Min – R: Pascale Hecquet
Der Löwenkönig braucht alles Wasser für sein Luxusschwimmbad auf. Eine Giraffe rebelliert und wird deshalb des Landes verwiesen. Sie kommt in eine Stadt im Norden, in der fast ausschließlich Hunde leben.
Ich weine nicht, wenn Du auch nicht mehr weinst
Animation, Großbritannien 2012, 4 Min – R: Andy Glynne
Hamid erzählt von seiner Flucht aus Eritrea, von seiner Trauer und davon, wie schwierig es sein kann, in einem neuen Leben anzukommen.
Edna’s Tag
Dokumentation, Deutschland 2009, 20 Min – R: Bernd Sahling
Edna ist neu in der Klasse und erst seit kurzem in Deutschland. Manchmal vergisst die Klasse, dass da noch ein bosnisches Mädchen ist. Manchmal vergisst aber auch Edna, dass sie noch Klassenkameraden hat.
Michi
Animation, Kanada 2015, 4 Min – R: Kaho Yoshida
Michi macht sich auf den Weg in einen Wald und trifft dort auf seltsame Wesen, die erst einmal nichts mit ihr zu tun haben wollen.

Die sieben ausgewählten Kurzfilme bieten ganz unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema „Integration“, sowohl was das Genre betrifft, als auch in Erzählweise und Stil. Zwei der Filme sind reale Dokumentationen im klassischen Sinne, die anderen fünf Filme sind Animationsfilme, die beispielsweise als Fabel mit Tieren (Die Giraffe im Regen, Das grüne Schaf) umgesetzt sind. Der Film „Michi“ spiegelt die Geschichte der Filmemacherin, die als Japanerin nach Kanada kam, indem sie die Geschichte eines Mädchens erzählt, das in einem Zauberwald auf freundliche Fantasiegestalten trifft, mit denen sie sich anzufreunden versucht. Der Film „Ich weine nicht, wenn du auch nicht mehr weinst“ verbindet die beiden Genres Dokumentation und Animation, denn hier werden die mündlichen Erzählungen eines eritreischen Flüchtlingsjungen mit animierten Bildern kombiniert. Die Animationsfilme unterscheiden sich sehr in ihrer Machart. „Papa“ beispielsweise ist im Stil von weißen Kreidezeichnungen auf einer schwarzen Tafel gestaltet, „Das grüne Schaf“ und „Eine Giraffe im Regen“ sind klassische Zeichentrickfilme. „Michi“ kombiniert unterschiedliche Materialien, wie Papierfiguren, Filz und Perlen.
Die sieben Kurzfilme bieten Anlass, über das Thema „Integration“ zu sprechen. Der Begriff kann definiert und die Definition dann auf die Filme angewendet werden. Wo findet „Integration“ statt, wo fällt sie schwer, wie gelingt sie letztendlich? Womit haben die Protagonisten am meisten zu kämpfen? Die sieben Filme können sowohl auf narrativer Ebene, als auch auf stilistischer Ebene verglichen werden. Was verbindet die Protagonisten der Filme, wo gibt es Unterschiede in dem, was sie erlebt haben? Bemüht sich jemand darum, sie zu integrieren oder kämpfen sie für sich allein? Oder wollen sie vielleicht gar nicht integriert werden? Auf stilistischer Ebene bietet sich ein Vergleich der verschiedenen Genres Dokumentation und Animation an sowie ein Vergleich der verschiedenen Animationsstile.
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