Die Melodie des Meeres


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Die Melodie des Meeres
Regie: Tomm Moore
Buch: William Collins, Tomm Moore
Länge: 93 Min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Animationsfilm, Märchen, Fantasy
Klasse: ab 2. Klasse
Fächer: Deutsch, Kunst, Musik, Religion, Lebenskunde
Schlagwörter: Identität, Mythos, Familie, Liebe, Tod, Irland
Verleih: KSM
Jahr: 2014

Kurzbeschreibung:
Der 4-jährige Ben lebt mit seinem Vater Conor und seiner schwangeren Mutter Bronach auf einer Leuchtturm-Insel vor der irischen Küste. Ben freut sich sehr auf das Baby, doch bei der Geburt stirbt die Mutter und so kann er seine kleine Schwester Saoirse nicht wirklich lieb haben. Sechs Jahre später, Ben ist zehn Jahre alt, trauern er und sein Vater immer noch um Bronach. Saoirse hat bisher noch kein Wort gesprochen, zudem zieht sie das Meer magisch an.

Der 4-jährige Ben lebt mit seinem Vater Conor und seiner schwangeren Mutter Bronach auf einer Leuchtturm-Insel vor der irischen Küste. Ben freut sich sehr auf das Baby, doch bei der Geburt stirbt die Mutter und so kann er seine kleine Schwester Saoirse nicht wirklich lieb haben. Sechs Jahre später, Ben ist zehn Jahre alt, trauern er und sein Vater immer noch um Bronach. Saoirse hat bisher noch kein Wort gesprochen, zudem zieht sie das Meer magisch an. Ben, der Angst vor der See hat, hasst es, auf sie aufpassen zu müssen. Er ahnt nicht, dass Saoirse zu den Selkies gehört, Feen, von denen ihm Bronach früher erzählte. Sie leben im Meer als Robben, an Land verwandeln sie sich in Menschen. Saoirse steht eine große Aufgabe bevor, doch ohne Bens Hilfe und seinen Glauben an ihre und seine Kräfte wird sie diese niemals lösen können.
Der alte irisch-schottische Mythos von der Eulenhexe Macha und der Selkie Saoirse wird im Film mit einer schön erzählten, universellen Geschichte verbunden. Dabei bleibt die Handlung durch Situationskomik und humorvolle Episoden leicht und liebevoll. Die Eulenhexe, die aus einem persönlichen Schmerz heraus den Fabelwesen die Gefühle entzog und sie dadurch in Stein verwandelte, findet in Ben, der seine liebevollen Gefühle seit dem Tod der Mutter nur noch auf seinen Hund projiziert, ihren menschlichen Gegenpart. Die detailreichen, poetischen Bilder und ihre geheimnisvollen Ornamente ziehen die Zuschauenden mehr und mehr in die mythische Welt hinein. Die Art der Figurenzeichnung erinnert an Mangas und schlägt damit eine Brücke zur japanischen Animationskunst. Die gälische Musik verstärkt dabei die Poesie und die Heiterkeit des Films.
Inhaltliche Anknüpfungspunkte sind Themen wie „Verlust“ und „Schmerz“ sowie die Verbindung von Mythos und Realität, die die Kinder aus Märchen bestens kennen. Metaphern wie das „Versteinern“ und damit verbunden das „Vergessen“ eignen sich, je nach Alter und Schreibfähigkeit der Kinder, gut für Gespräche, Texte und kleine Szenenanalysen. Die klar strukturierten Figuren und ihre Gefühlswelt und die mythische Welt der Fabelwesen bieten weitere Anknüpfungspunkte. Die Farbwelt des Films eignet sich zudem gut für das gemeinsame Malen großflächiger Bilder, die als Hintergrund für selbst gestaltete Fabelwesen dienen. Oder es lassen sich in der Natur Wurzeln, Äste oder Steine entdecken, die nach Fabelwesen aussehen und zu denen die Kinder eigene Mythen erfinden. Die Einbindung der Lieder in den Film eignet sich zudem gut für den Musikunterricht.