Auf Augenhöhe


FilminfoInhaltFilmische UmsetzungAnknüpfungspunkte für die pädagogische ArbeitTrailer
Auf Augenhöhe
Regie: Joachim Dollhopf, Evi Goldbrunner
Buch: Evi Goldbrunner, Joachim Dollhopf, Nicole Armbruster
Länge: 99 min
FSK: ab 6 Jahre
Genre: Kinderfilm
Klasse: 3. bis 7. Klasse
Fächer: Deutsch, Religion, Ethik/Lebenskunde, Sozialkunde
Schlagwörter: Familie, Identität, Vater-Sohn-Beziehung, Mobbing, Diskriminierung, Kleinwuchs, Freundschaft, Toleranz
Verleih: Tobis Film
Jahr: 2016
Begleitmaterial

Kurzbeschreibung:
Der 10-jährige Michi macht sich auf die Suche nach seinem Vater Tom. Als er ihn schließlich findet, stellt er enttäuscht fest, dass Tom kleinwüchsig ist. Nicht nur Michi hat Schwierigkeiten, seinen kleinwüchsigen Vater zu akzeptieren, sondern auch Tom muss sich erst in seiner Rolle als Vater zurechtfinden.

Der zehnjährige Michi lebt seit dem Tod seiner Mutter in einem Kinderheim. Als er durch Zufall einen Brief seiner Mutter mit einem Hinweis auf seinen Vater Tom findet, fasst er den Entschluss diesen aufzusuchen. Michi hat sich seinen Vater Tom als coolen Superhelden vorgestellt, umso größer ist seine Enttäuschung, als er feststellen muss, dass Tom kleinwüchsig ist. Als die anderen Kinder im Heim ihn deshalb mobben, läuft Michi weg und landet in der Wohnung seines Vaters, wo er notgedrungen einzieht. Das Zusammenleben von Tom und Michi gestaltet sich anfangs schwierig. Michi akzeptiert seinen kleinwüchsigen Vater überhaupt nicht und stellt nur Forderungen, während Tom erst mit der neuen Vaterrolle vertraut werden muss. Nach und nach raufen sich die beiden aber zusammen und Michi lernt Katja, eine neue Freundin, kennen. Da kommt Frau Gonsalves vom Jugendamt mit einer unerwarteten Nachricht und Michi muss entscheiden, was für ihn im Leben zählt.
„Auf Augenhöhe“ erzählt von der Identitätssuche eines Jungen, der mit seinen Erwartungen an und Enttäuschungen über seinen Vater kämpft und dabei lernt, dass Offenheit, Respekt und echte Zuneigung für einander viel wichtiger sind, als äußere Merkmale wie Körpergröße oder cooles Aussehen. Spannend und weitgehend realitätsnah zeigen die Regisseure, wie Toleranz und Akzeptanz gegenüber Menschen entstehen kann, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen. Dabei überzeugt vor allem Luis Vorbach als Michi durch sein schauspielerisches Talent und seine Ausdrucksstärke. Ihm gelingt es, sowohl die unverschämte als auch die verletzliche und weiche Seite von Michi darzustellen. Die Kamera bleibt dabei immer auf Augenhöhe. Der Film entstand im Rahmen der Initiative „Der besondere Kinderfilm“.
Auf emotionale und ehrliche Weise transportiert der Film für Kinder wichtige Botschaften wie Akzeptanz von Andersartigkeit, Toleranz und die Kraft für das Überwinden von Schwierigkeiten. Die erzählte Geschichte über die Annäherung von Michi und seinem kleinwüchsigen Vater regt zum Nachdenken über die Bedeutung von Familie und Sich Zuhause Fühlen an, aber auch über den Umgang mit Menschen wie Tom, die von der Norm abweichen. Wie geht Tom mit seiner Kleinwüchsigkeit um? Welche Probleme hat Michi mit Toms Körpergröße und wodurch ändert sich Michis Einstellung zu seinem Vater? Diese Fragen können im Unterricht diskutiert werden. Des Weiteren können die Themen Kinderheim, Pflegefamilie, Adoption und leibliche Eltern aufgegriffen werden.