Vierzehn


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Vierzehn
Regie: Cornelia Grünberg
Buch: Cornelia Grünberg, Ingelore König
Länge: 92 Min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Dokumentarfilm
Klasse: 8. bis 13. Klasse
Fächer: Deutsch, Religion/Ethik, Sozialkunde
Schlagwörter: Erwachsenwerden, Mädchen, Individuum und Gesellschaft
Verleih: Farbfilm Verleih
Jahr: 2012
Begleitmaterial

Kurzbeschreibung:
So unterschiedlich Fabienne, Lisa, Laura und Steffi auch sind, zwei Dinge haben sie gemeinsam: Sie sind schwanger und sie sind erst 14 Jahre alt.

So unterschiedlich Fabienne, Lisa, Laura und Steffi auch sind, zwei Dinge haben sie gemeinsam: Sie sind schwanger – und sie sind erst 14 Jahre alt. In ihrem berührenden Dokumentarfilm zeichnet Regisseurin Cornelia Grünberg ein sensibles Porträt der vier Mädchen, die in diesem jungen Alter eine Entscheidung getroffen haben, die ihr ganzes weiteres Leben verändern wird. Sie alle werden das Kind behalten. Vierzehn begleitet die vier Mädchen auf ihrem Weg von der Schwangerschaft bis zum Muttersein. Der Film erforscht die Beweggründe für die Entscheidung, beschreibt, wie die Mädchen und ihre Umgebung mit der neuen Situation umgehen und mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden. Schließlich zeigt Vierzehn, wie die vier ihr Leben mit Kind meistern und wie sie sich ihre Zukunft vorstellen.
Zwei Jahre lang hat Cornelia Grünberg ihre Protagonistinnen begleitet und ist Ihnen dabei sehr nah gekommen. Die Mädchen erzählen mit großer Offenheit von sich und ihrer Situation und machen die Veränderungen, die in ihnen vorgehen, sichtbar. In langen Einzelinterviews sowie in Gesprächen mit dem Freund, mit Eltern und Familie, den besten Freundinnen oder Ärzten gewähren sie intime Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt, ohne dass der Film jemals voyeuristisch wirkt. Die wertfreie Sicht und respektvolle Haltung, die Cornelia Grünberg den Mädchen gegenüber jederzeit wahrt, bringt die Zuschauer dazu, kein Urteil über die Mädchen und ihre Entscheidung zu fällen und doch Anteil an ihrer Geschichte zu nehmen. Auch die hervorragende Kameraarbeit trägt sehr dazu bei, große Nähe zu den vier Protagonistinnen herzustellen.
Vierzehn ist kein klassischer Aufklärungsfilm für den Schulunterricht und hat doch viele Qualitäten, um über Pubertät, Verhütung und Teenagerschwangerschaften ins Gespräch zu kommen. Fabienne, Lisa, Laura und Steffi bieten in ihrer Unterschiedlichkeit starke Identifikationsmöglichkeiten. Ausgehend von ihren Schilderungen kann über die psychischen und sozialen Auswirkungen einer Teenagerschwangerschaft sowie über die positive sowie negative Konsequenzen einer Entscheidung für das Kind gesprochen werden, in höheren Jahrgangsstufen auch über die gesellschaftliche, historische und anthropologische Relevanz von frühen Schwangerschaften. Auf formaler Ebene kann die herausragende visuelle Umsetzung dieses filmischen Porträts jenseits einer durchschnittlichen Fernsehästhetik Gegenstand einer Analyse sein.