11 Krabat
Regie Marco Kreuzpaintner
Buch Michael Gutmann und Marco Kreuzpaintner nach dem gleichnamigen Roman von Otfried Preußler
Länge 120 min
FSK ab 12 Jahre
Genre Literaturverfilmung, Fantasy, Drama
Klasse 7. bis 13. Klasse
Fächer Deutsch, Sozialkunde, Religion/Ethik, Geschichte, Musik, Kunst
Schlagwörter Erwachsenwerden, Identität, Freundschaft, Liebe, Manipulation, Macht, Okkultismus, Widerstand, Tod/Sterben, Werte, Ethik, Literaturverfilmung
© 20th Century Fox
Jahr 2008
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Exzerpt Der 14-jährige Waisenjunge Krabat wird von einem zwielichtigen Meister als Lehrling in die Müllerzunft aufgenommen, wo er nicht nur das Handwerk, sondern auch die Künste der Schwarzen Magie erlernt. Der Preis der machtvollen Zauberei ist jedoch hoch und bald beginnt Krabat, sich gegen die dunklen Machenschaften aufzulehnen. Werkgetreue Adaption des Jugendbuchklassikers von Otfried Preußler.
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Inhalt

Stimmen im Traum locken den 14-jährigen Waisenjungen Krabat zur geheimnisumwitterten Mühle am Koselbruch. Vom zwielichtigen Meister wird er als Lehrling in die Müllerzunft aufgenommen, wo er gemeinsam mit elf weiteren Gehilfen nicht nur das Müllerhandwerk, sondern auch die Künste der Schwarzen Magie erlernt. Der Preis der machtvollen Zauberei jedoch ist hoch: In jeder Neujahrsnacht muss ein Schüler mit seinem Leben bezahlen – nur so kann der mit dem „Herr Gevatter“ paktierende Meister sein eigenes Leben um ein Jahr verlängern. Krabat, der sich mit dem Tod seines besten Freundes Tonda nicht abfinden kann, beginnt sich gegen die dunklen Machenschaften aufzulehnen. Doch nur der feste Wille, die Hilfe eines treuen Freundes und die mutige Liebe der „Kantorka“ können den dämonischen Schatten brechen, der die Mühle und die Müllerburschen seit langem in Bann hält. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt.

Umsetzung

Werkgetreu und mit prominenter Besetzung adaptiert Marco Kreuzpaintner den vielfach preisgekrönten Jugendbuchklassiker von Otfried Preußler aus dem Jahr 1972. Die Verfilmung der magisch-düsteren Zauberlehrlingsgeschichte ist visuell in lichtarme Bilder und musikalisch in atmosphärisch dichte Töne übersetzt, was sowohl das Albtraumhafte als auch das Fantastische der Erzählung packend vermittelt. Aufwendige, aber unaufdringliche Spezialeffekte entfalten die Magie als verführerische Macht, der es zugunsten eines freien Lebens zu widerstehen gilt. Der fabulierend-märchenhafte Grundton der Geschichte wird durch eine gefasste Ich-Erzählerstimme unterstützt.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit

Zentrales Thema des Films ist der Entwicklungs- und Reifeprozess der Hauptfigur, die sich im uralten Spannungsfeld zwischen Gut und Böse bewegt. In einem von Unterdrückung, Verrat und Tod geprägtem Klima muss Krabat die eigene Stärke und Identität entdecken, selbständig werden und menschliche, moralische und ethische Werte wie Freiheit, Freundschaft, Zusammenhalt sowie die Kraft der Liebe erkennen. Die faustische Fabel bietet klassische Strukturen, Motive und Symbole fantastischer Erzählungen, die sich mit Hilfe des Filmstoffes gut erörtern lassen. Da Preußlers Krabat-Geschichte auf einer alten sorbischen Volkssage basiert, bietet sich eine filmische Arbeit an, die die Entwicklung eines Stoffes und dessen unterschiedliche künstlerische Ausformungen thematisiert. Neben den mythologischen Zusammenhängen kann hierbei auch der in die Erzählung eingebettete geographische (schlesische Oberlausitz) und (kultur-)geschichtliche Rahmen (17. Jahrhundert, 30-jähriger Krieg, Volkstum der Sorben, Mühlenbrauchtum) näher untersucht werden.