Der Mondmann


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Der Mondmann
Regie: Stephan Schesch
Buch: Stephan Schesch nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Tomi Ungerer
Länge: 95 Min.
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Zeichentrickfilm, Kinderfilm
Klasse: 1. bis 4. Klasse
Fächer: Deutsch, Sachunterricht, Kunst, Religion/Ethik, fächerübergreifender Unterricht
Schlagwörter: Mond, Erde, Freundschaft, Macht, Erfindungen, Heimat
Verleih: Neue Visionen
Jahr: 2012

Exzerpt:
Nacht für Nacht sitzt der Mann im Mond alleine in seiner silbernen Kugel und langweilt sich. Eines Nachts rast er mit einem Kometen zur Erde. Dort bewundert er die Schönheiten der Natur und lässt sich zum schrulligen Erfinder Bunsen van der Dunkel treiben. Ein schauderhafter Präsident beauftragt Bunsen, eine Rakete zur Eroberung des Mondes zu bauen. Als der Mondmann dies erfährt, ist er ganz außer sich.

Nacht für Nacht sitzt der Mann im Mond alleine in seiner silbernen Kugel und langweilt sich. Eines Nachts springt er auf einen Kometen und rast mit diesem zur Erde. Dort bewundert er die Schönheiten der Natur und lässt sich in einem Fluss zur Behausung des schrulligen und einsamen Erfinders Bunsen van der Dunkel treiben. Die beiden werden Freunde und der Mondmann lernt zu sprechen. Unterdessen feiert der schauderhafte Präsident die Eroberung der Welt und den Absturz des Kometen deutet er als einen Angriff aus dem All. Er beauftragt Bunsen, eine Rakete zur Eroberung des Mondes zu bauen. Als der Mondmann dies bemerkt ist er ganz ausser sich. Dabei wird er vom Präsidenten entdeckt und läuft weg, wird aber doch ins Gefängnis gebracht. Zeitgleich können die Kinder auf der Erde nicht mehr schlafen, weil sie den Mann im Mond so sehr vermissen. Bunsen besucht den Mondmann und erklärt ihm, wie er ihn mit seiner Rakete zurück auf den Mond bringen kann. An Neumond schließlich entkommt der Mondmann aus dem Gefängnis. Mit Bunsens Hilfe trickst er den Präsidenten aus und kehrt zur Freude aller kleinen und großen Menschen an seinen Platz im Mond zurück.
Der komplett handgezeichnete Animationsfilm erzählt eine fantasiereiche und gefühlvolle Geschichte über Freundschaft, Macht, Heimat und den Wunsch nach Veränderung, die bereits für die jüngsten Kinobesucher geeignet ist, da der Film den Zuschauern Zeit lässt, in den farbig schön und bunt gestalteten Bildern viele liebevoll gestaltete Details zu entdecken. Dabei spielt die Musik mit ihren Anklängen an bekannte Melodien, aber auch stille Momente eine große Rolle. Die Geschichte vom Mondmann ist in eine Rahmenhandlung eingebettet, in der es um ein kleines Mädchen geht, das mit seinem Vater nachts von einem Autokino nach Hause fährt und über den Mann im Mond nachdenkt. Die politischen Anspielungen im Film, die sich auf das Verhalten des Präsidenten beziehen, werden jedoch nur den Erwachsenen auffallen.
Der Mondmann spricht die Bedürfnisse von Kindern nach Beständigkeit (Der Mann im Mond ist immer da) und nach Abenteuern, die gut aus gehen, an. Im Film geht es auch um elementare Fragen wie Was ist ein Freund? Was ist ein Herz? oder Was ist Vertrauen?, die mit den Kindern anhand der Geschichte besprochen werden können. Ebenso lassen sich die Gefühle des Mondmanns und der anderen Figuren im Film herausarbeiten. Die Farbenpracht der Bilder mit ihren zahlreichen Details lädt dazu ein, Filmstills mit den Kindern zu betrachten und eigene Bilder zu gestalten. Bunsens Gerätschaften können die Kinder zum Gespräch über Erfindungen anregen. Ebenso lässt sich das Thema Planeten mit dem Film verknüpfen. Darüber hinaus bietet es sich an, den Film mit dem bekannten, gleichnamigen Buch von Tomi Ungerer zu vergleichen.